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Sowohl im antiken Griechenland und Rom als auch im Mittelalter wurden die Sprunggelenkknöchelchen (sogenannte Astragle) von Ziegen und Schafen zum Würfeln verwendet. Am populärsten war das Spielen mit Astragalen wohl in Griechenland.
Die lateinische Bezeichnung lautet astragali und im Mittelalter wurden sie auch Buckelhörner genannt. Durch ihre kantige Form können die Astragale auf vier verschiedene Seiten zum Liegen kommen. Da man die Seiten der Astragale sehr gut optisch voneinander unterscheiden kann, wurden sie üblicherweise nicht mit ihrem Wert gekennzeichnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Astragal auf einer der unterschiedlichen Seiten zu liegen kommt, ist nicht für jede Seite gleich hoch. Dieser Tatsache wurde in den Regeln des beliebten römischen Würfelspiels Tali Rechnung getragen. Dabei zählte die instabilste Seite des Astragals sechs Punkte, die konkave Seite vier, die konvexe drei und die letzte (leichteste) Seite einen Punkt.

Die Sprunggelenke (Astragale) sind Teile der Mittelfußknochen bei den Paarhufern und kommen nur in den Hinterbeinen vor (es fallen somit nur zwei Astragale pro Tier an).
Der pro Sprunggelenk in Frage kommende Knochen verbleibt heutzutage bei einer Schlachtung von Schafen oder Ziegen am Schlachtkörper.
Es ist in modernen Schlachtbetrieben techninsch nicht möglich, diesen Knochen einfach zu entfernen. Er wird in der Regel zusammen mit der Keule teuer zum Keulenfleischpreis verkauft. Es ist daher heutzutage nicht einfach, echte Astragale zu einem akzeptablen Preis zu bekommen.
Info: Das Astragale-Set besteht aus fünf Astragalen und einem Lederbeutel.
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