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Klimapoker - Klimaverhandlungen können so einfach sein!

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Autor: Andrea Meyer
Grafik: Sebastian Wagner

Spieler: 2-4 Diplomatinnen und Diplomaten
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer:30 - 40 min
Spielmaterial: 60 Länderkarten, die jeweils für eine Regierungsdelegation stehen. Jede Karte nennt die Landeshauptstadt, die UNFCCC-Gruppe wie die Ländergruppen, zu denen das Land bei den Klimaverhandlungen gehört. Außerdem zeigt die Karte die Risikogruppen, in die das Land in den verschiedenen Kategorien eingeordnet wurde. Schließlich steht auf der Karte, wie viele Punkte man dafür bekommt, die Delegation zufrieden zu stellen. Die Kategorien, in denen die Länder sich messen bzw. über die sie diskutieren, sind: CO2-Emissionen pro Kopf, Todesopfer durch Unwetter zwischen 1998 und 2007 pro 100.000 Einwohner, Unwetterschäden zwischen 1998 und 2007 in Prozent des Bruttoinlandsprodukts; 40 schwarze Chips, sie stehen für die Plätze im Kaminzimmer auf der Hand, 1 grüne Fahne, die anzeigt, wer an der Reihe ist, 1 schwarzes Haus das zeigt, wer das Spiel begonnen hat

Misch mit bei den Klimaverhandlungen!

Klimapoker Spielkarte

Die Nachzügler lernen von den Vorreitern, wie es endlich klappt mit dem Klimaschutz. Und alle, die besonders geplagt sind von immer heftigeren und häufigeren Unwettern, tun sich zusammen. Je größer die Konferenz, desto besser. Doch manche Länder wollen immer weiter verhandeln …

Die Spieler sind Klimadiplomaten und versuchen, Länder mit gleichen Interessen in gemeinsame Konferenzen zu vermitteln. Dabei wollen sie einerseits möglichst große Konferenzen zusammen bringen. Andererseits hat, wer als erstes fast keine Länder mehr übrig hat, ebenfalls Gewinnchancen. Da gilt es, zum richtigen Zeitpunkt auch mal Länder abzugeben in die Hände eines "fähigeren" Kollegen, oder aber möglichst viele Länder zu sammeln, um wenigstens eine große Konferenz zustande zu bringen ...


Hintergrund:

Klimawandel
Durch die Industrialisierung der letzten 150 Jahre ist die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre zu stark angestiegen. Die Atmosphäre heizt sich auf, die Temperaturen und der Meeresspiegel steigen an. Bis 2100 wird erwartet, dass die globale Mitteltemperatur um 1,4 °C bis 5,8 °C und der Meeresspiegel um 10-90 cm steigen werden. Bereits heute ist der Klimawandel eine der Hauptursachen von Naturkatastrophen wie Hochwasser und Trockenperioden.
Der Weltklimarat (IPCC) empfiehlt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf höchstens 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, um inakzeptable Folgen und Risiken des Klimawandels zu vermeiden. Im Jahr 2100 wird jeder der voraussichtlich neun Milliarden Menschen auf der Erde rund 1000 kg CO2 emittieren dürfen, wenn die Erwärmung auf 2° Celsius begrenzt werden soll. Um den CO2-Ausstoß zu begrenzen, muss die Energieeffizienz massiv erhöht und auf erneuerbare Energien umgeschwenkt werden.

Klimaverhandlungen
Beim Erdgipfel in Rio 1992 wurde die globale Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) ins Leben gerufen. Die 192 Mitgliedstaaten sind den Gruppen Annex I (vor allem Industriestaaten) oder Non-Annex I (vor allem Entwicklungsländer) zugeordnet. 1997 einigten sich die Mitgliedsstaaten in Kyoto in Japan auf verbindliche Ziele zur Minderung von Treibhausgasemissionen.
Das Kyoto-Protokoll trat 2005 in Kraft: Industrieländer, die im Anhang B des Protokolls aufgelistet sind, sollen als Gruppe ihre Emissionen im Zeitraum 2008-2012 um 5% gegenüber 1990 mindern. Allerdings hinken viele Industrieländer bei der Erfüllung ihrer Emissionsminderungen hinterher. Die USA haben sogar ihren Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll verkündet. Im Jahr 2005 lebten etwa 19,5% der Weltbevölkerung in Annex I-Staaten. Sie waren für 52% der CO2-Emissionen verantwortlich. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Kopf lagen 2005 weltweit bei 5,5 Tonnen. In den Annex I-Staaten betrug der Durchschnitt 14 t pro Kopf, in den Non-Annex I-Staaten 3,2 t pro Kopf.

Die Staatengruppen
Bei den bisher 14 internationalen Konferenzen unter der Klimarahmenkonvention, den COPs, rangen mehrere Tausend Menschen aus allen Staaten der Erde um gemeinsame Klimaschutzanstrengungen. Bei den Verhandlungen gibt es feste und kurzfristige Allianzen und Koalitionen zwischen Staaten. So treten die EU-Länder mit einer Stimme auf, viele Nicht-EU-Industrieländer haben sich in der sog. „Umbrella-Group“ zusammen gefunden.
Die Schweiz, Mexiko und Südkorea haben die Environmental Integrity Group EIG gegründet. Die größte Gruppe bei den Verhandlungen ist jedoch die „Group of 77“ bzw. G-77, eine Gruppe von inzwischen über 130 Entwicklungsländern. Innerhalb der G-77 gibt es die „Alliance of Small Island States“ (AOSIS) und die Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder – die Least Developed Countries (LDC). Der AOSIS gehören 43 Staaten an, die besonders unter einem steigenden Meeresspiegel leiden (werden). Weitere feste Gruppen bei den Klimaverhandlungen sind die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und die Gruppe der afrikanischen Länder, die „African Group“.

Der Klimarisikoindex
Die Nicht-Regierungsorganisation Germanwatch, die sich für Umweltschutz und Entwicklung engagiert, ermittelt auf der Grundlage von Daten der Rückversicherung Munich Re regelmäßig einen Risikoindex der Klimaveränderung (CRI).
Der Index wird auf Basis von Todesfällen und wirtschaftlichen Schäden bei Naturkatastrophen der Vergangenheit, der Bevölkerungszahl und dem Bruttoinlandsprodukt von Ländern errechnet. Nicht einbezogen werden wetterunabhängige Ereignisse wie z.B. Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche. Der Klimawandel begünstigt die Häufigkeit und Schwere von Hitzewellen, Dürren, Stürmen, Überflutungen usw., daher zeigen die Kategorien „Todesopfer je 100.000 Einwohner“ und „Unwetterschäden in Prozent des BIP“, wie stark ein Land zwischen 1998 und 2007 bereits unter den Folgen von Unwettern (und damit indirekt des Klimawandels) gelitten hat.
Der NatCatSERVICE der Rückversicherung Munich Re ermittelt die Anzahl von Todesopfern bei Wetterextremen auf Basis verschiedenster Quellen. Darunter sind Regierungsinformationen, aber auch eine Vielzahl von Angaben von Nichtregierungsorganisationen, Hilfsorganisationen, dem Internationalen Roten Kreuz usw. Bei den Gesamt- und versicherten Schäden kann der NatCatSERVICE auf weltweite Schadenangaben der Versicherungswirtschaft zurückgreifen. Bei nicht versicherten Schäden werden in der Regel amtliche Informationen herangezogen.
Für das Spiel wurden volkswirtschaftliche Verluste von 0,00 % laut CRI in Ländern, die Todesopfer in Folge von Extremwetterereignissen zu beklagen haben, auf 0,01% aufgerundet.

Die Länder im Spiel
Für Klimapoker wurden 60 Länder ausgewählt, die eine möglichst große Bandbreite an Werten in den einzelnen Kategorien abbilden. Die 180 Staaten, für die im CRI 2009 entsprechende Werte vorliegen, verzeichneten zwischen 1998 und 2007 insgesamt 0,52 Todesopfer je 100.000 Einwohner infolge von Unwettern. Der Schaden lag für diese Länder bei 0,67 % ihres Bruttoinlandsprodukts, wobei aber z.B. Grenada rund 19% seines BIPs allein infolge des Hurrikans „Ivan“ verlor.

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